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19. August 2008 |
Binnenschifffahrt hat Zukunft |
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Im Rahmen der sommerlichen Informationsveranstaltungen des CDU Stadtverbandes und der Gemeinderatsfraktion war diesmal das Thema „Wirtschaftsförderung im Heilbronner Hafen“ auf der Tagesordnung. „Der Einbau von Spundwänden im Hafen und das Containerterminal sind die wichtigsten Zukunftsprojekte“ erklärte Wolfgang Feger, der seit 2000 Hafendirektor ist.
Der Heilbronner Hafen sei der siebtgrößte Binnenhafen Deutschlands und der größte Binnenhafen am Neckar mit einer Hafenfläche von 78 Hektar. Im ganzen Bundesgebiet habe sich das „Heilbronner Hafenmodell“ beispielhaft für Maßnahmen der Vermietung und Verpachtung von Hafenanlagen durchgesetzt. 180 000 Euro betragen die jährlichen Betriebskosten, die durch Mieten und Hafengebühren zu decken seien. Notwendig seien hier vor allem bessere Liegeplätze, damit mehr Schiffe anlegen könnten. Die Schrägufer, die teilweise ausgehöhlt seien, müssten durch Spundwände ersetzt werden. Für den Einbau dieser neuen Hafenbefestigung seien 15 bis 30 Millionen Euro erforderlich, eine lohnende Investition für die kommenden Jahrzehnte.
Nicht mehr Sand, Kies und Steine seien die wichtigsten Umschlaggüter, sondern Eisen, Stahl und Schrott, vor allem auch die Großmotoren der MAN, die von Augsburg kommend, hier auf Schiffe verladen würden. Zweidrittel der Umschlagsgüter seien aber Salz und Kohle.
Weil der Hafen Drehscheibe der Region und Tor zur Welt von Rotterdam bis Asien sei, sei der Ausbau des Containerterminals wichtig. Die 9,3 Mill. Euro große Investition, bei der 7,7 Mill. Zuschuss vom Bund kommen, sei eine notwendige Maßnahme für die Zukunft. Der Hafen sei auch Klimaschutzträger ersten Ranges. 500 000 LKW-Ladungen hätten wir mehr in Heilbronn, würden nicht 4550 Binnenschiffe jährlich Güter im Hafen umschlagen. Bedenke man dazu den sparsamen Energieverbrauch und den geringen CO 2 Ausstoß sei die vom Hafendirektor erbetene weitere Unterstützung des Hafens eine wichtige Aufgabe der Stadt, wie Stadträtin Gisela Käfer betonte. In der abschließenden Diskussion sagte Stadtrat Alban Hornung, dass das klassische obrigkeitliche Hafenamt Dienstleister für Stadt und Bürgerschaft geworden sei. Man dürfe die Entwicklung hier nicht verschlafen. Investitionen für die kommenden Jahrzehnte müssten „ohne Wenn und Aber“ in Angriff genommen werden. Der Hafen müsste auch in der Stadt selbst mehr wahrgenommen werden. |